Ab wann können Migrant/innen mit einer Duldung arbeiten?

Die Ausländerbehörde kann Migrant/innen mit einer Duldung ohne Wartefrist eine Arbeitsserlaubnis für eine Ausbildung oder für manche Arten von Praktika erteilten, wenn kein Arbeitsverbot besteht. Dies besteht, wenn sie

  • ihr Abschiebung verhindern, z.B. wenn sie eine falsche Identität oder Staatsangehörigkeit angeben oder bei der Beschaffung von Rückreisepapieren nicht mitwirken, also z.B. nicht zu ihrer Botschaft fahren.
  • nach Deutschland nur deshalb eingereist sind, um Sozialleistungen zu bekommen
  • nach dem 31.8.2015 einen Asylantrag gestellt haben und dieser ablehnt wurde, wenn sie aus einem sog. sicheren Herkunftstaat (Westbalkenstaaten, Ghana, Senegal) kommen.

Eine Arbeitserlaubnis für eine betriebliche Berufsausbildung und für manche Arten von Praktika kann die Ausländerbehörde ohne Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erteilen.

Für eine Arbeitserlaubnis für eine Arbeit und bei manchen Arten von Praktika ist außerdem erforderlich, dass sich die Migrant/innen mit einer Duldung schon seit drei Monaten mit einem Ankunftsnachweis, einer Aufenthaltsgestattung, einer Duldung etc. in Deutschland aufhalten. Hier muss die Bundesagentur für Arbeit der Erteilung der Arbeitserlaubnis zustimmen (Einzelheiten: vgl. Arbeitserlaubnis für eine Arbeitsstelle).

Stand: 31.08.2016

 



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