Wann wird wegen einer Ausbildung eine Duldung (sog. Ausbildungsduldung) erteilt?

Wenn ein/e Migrant/in eine Ausbildung begonnen hat oder beginnen kann, wird für die Dauer der Ausbildung eine sog. Ausbildungsduldung erteilt (§ 60a Abs. 2 Satz 4 ff Aufenthaltsgesetz), wenn

  • es sich im eine qualifizierte (mindestens zweijährige) betriebliche oder schulische Berufsausbildung handelt
  • kein Arbeitsverbot nach § 60a Abs. 6 Aufenthaltsgesetz vorliegt (Einzelheiten vgl. "wann besteht ein Arbeitsverbot?")
  • konkrete Maßnahmen zur Aufenthaltsbeendigung nicht bevorstehen
  • keine strafrechtliche Verurteilung in einem bestimmten Umfang besteht.

Die Duldung erlischt, wenn die Ausbildung nicht mehr betrieben oder abgebrochen wird. Dem Betreffenden wird dann einmalig eine Duldung für sechs Monate für die Suche nach einer neuen Ausbildungsstelle erteilt.

Die Duldung wird nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung für sechs Monate für die Suche nach einer der erworbenen beruflichen Qualifikation entsprechenden Arbeitsstelle verlängert, wenn der Auszubildende vom Ausbildungsbetrieb nicht übernommen wurde.

Nach dem Abschluss der Ausbildung und dem Beginn einer enstsprechenden Beschäftigung besteht unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltseralubnis nach § 18a Abs. 1a Aufenthaltsgesetz (sog. 3+2-Regelung).

Zu den Einzelheiten zur Ausbildungsduldung vgl. Unternehmensinfo Ausbildungsduldung: http://www.caritas-os.de/zbs-auf/zbs-auf

Stand: 08.03.2019

 



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