Welche Förderung können Asylsuchende und Migrant/innen
mit einer Duldung durch die Bundesagentur für Arbeit erhalten?

Migrant/innen mit einer Aufenthaltsgestattung oder einer Duldung, denen eine Arbeitserlaubnis erteilt werden kann, können uneingeschränkt von der Agentur für Arbeit folgende Leistungen erhalten:

  • Beratung (§§ 29 ff SGB III)
  • Vermittlung freier Arbeits- und Ausbildungsstellen (§§ 35 ff SGB III)
  • Berufseinstiegsbegleitung (§ 49 SGB III)
  • Förderung aus dem Vermittlungsbudget (Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch, Bewerbungskosten, Kosten für die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen etc.) (§ 44 SGB III)
  • Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (§ 45 SGB III)
  • Berufliche Weiterbildung (§§ 81 ff SGB III)
  • Förderung der Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben (§§ 90, 112 ff SGB III).
  • Arbeitgeber können während einer Einstiegsqualifizierung einen Zuschuss zur Vergütung erhalten (§ 54a SGB III). 
  • Arbeitgeber können bei Vermittlungshemmnissen einen Zuschuss zur Vergütung erhalten (§ 88 SGB III). 

Für diese Leistungen ist es keine Voraussetzung, dass

  • bei einer Aufenthaltsgestattung ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist (also eine "gute Bleibepespektive" besteht)
  • das Aufenthaltspapier eine bestimmte Geltungsdauer hat
    (Vgl. Leitfaden BMAS, „Flüchtlinge Kundinnen und Kunden der Arbeitsagenturen und JobCenter“, Stand: März 2019, S. 25, Tabelle 4).

Eine Meldung als arbeitslos bei der Agentur für Arbeit ist möglich.

Stand: 08.03.2019



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