Haben Asylsuchende und Migrant/innen mit einer Duldung Zugang zu Ausbildungsbegleitenden Hilfen?

Ausbildungsbegleitende Hilfen (§ 74 SGB III) sind Maßnahmen für förderungsbedürftige junge Menschen zur Unterstützung einer betrieblichen Berufsausbildung oder einer Einstiegsqualifizierung, z.B.

  • zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten
  • zur Förderung fachpraktischer und fachtheoretischer Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten und
  • zur sozialpädagogischen Begleitung.

Asylsuchende mit einer Aufenthaltsgestattung oder einem Ankunftsnachweis haben Zugang hierzu  

  • wenn ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist und sie sich seit mindestens 3 Monaten rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Inland aufhalten (§ 132 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB III) oder
  • bei vorangegangener eigener oder elterlicher Erwerbstätigkeit (§ 59 Abs. 3 SGB III).

Migrant/innen mit Duldung haben Zugang hierzu

  • wenn sie sich seit mindestens 12 Monaten rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Inland aufhalten (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 SGB III)
  • bei vorangegangener eigener oder elterlicher Erwerbstätigkeit (§ 59 Abs. 3 SGB III).

 

 

Stand: 31.08.2016

 



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