Haben Asylsuchende und Migrant/innen mit einer Duldung Zugang zu Ausbildungsbegleitenden Hilfen?

Ausbildungsbegleitende Hilfen (§ 74 SGB III) sind Maßnahmen für förderungsbedürftige junge Menschen zur Unterstützung einer betrieblichen Berufsausbildung oder einer Einstiegsqualifizierung, z.B.

  • zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten
  • zur Förderung fachpraktischer und fachtheoretischer Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten und
  • zur sozialpädagogischen Begleitung.

Asylsuchende mit einer Aufenthaltsgestattung oder einem Ankunftsnachweis haben Zugang hierzu  

  • wenn ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist und sie sich seit mindestens 3 Monaten rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Inland aufhalten (§ 132 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB III)
    Das ist z.Z. auf jeden Fall bei Personen aus Syrien, Eritrea, Iran, Irak, Somalia, Afghanistan und Jemen anzunehmen, aber davon unabhängig immer auch bei individueller guter Bleibeperspektive, die sich nicht nur aus asylrechtlichen Gründe herleiten muss, sondern sich z.B. auch aus einer Berufsausbildung ergeben kann
    oder
  • bei vorangegangener eigener oder elterlicher Erwerbstätigkeit (§ 59 Abs. 3 SGB III).

Migrant/innen mit Duldung haben Zugang hierzu

  • wenn sie sich seit mindestens 12 Monaten rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Inland aufhalten (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 SGB III)
  • bei vorangegangener eigener oder elterlicher Erwerbstätigkeit (§ 59 Abs. 3 SGB III).

Stand: 04.10.2017

 



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