Haben Asylsuchende und Migrant/innen mit einer Duldung Zugang zu einer Assistierten Ausbildung?

Bei einer Assistierte Ausbildung (§ 130 SGB III) werden Auszubildende, auch im Betrieb, individuell und kontinuierlich unterstützt und sozialpädagogisch begleitet.
Die ausbildungsvorbereitende Phase, die bis zu sechs Monaten dauern kann, dient der Vorbereitung auf die Aufnahme einer betrieblichen Berufsausbildung und der Hilfe bei der Suche nach einer betrieblichen Ausbildungsstelle.
In der ausbildungsbegleitenden Phase werden sie zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten, zur Förderung fachtheoretischer Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten und zur Stabilisierung des Berufsausbildungsverhältnisses unterstützt.

Asylsuchende mit einer Aufenthaltsgestattung oder einem Ankunftsnachweis haben Zugang hierzu  

  • wenn ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist und sie sich seit mindestens 3 Monaten rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Inland aufhalten (§ 132 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 SGB III)
  • bei vorangegangener eigener oder elterlicher Erwerbstätigkeit (§ 59 Abs. 3 SGB III).

Migrant/innen mit Duldung haben Zugang hierzu

  • wenn sie sich seit mindestens 12 Monaten rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Inland aufhalten (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 SGB III)
  • bei vorangegangener eigener oder elterlicher Erwerbstätigkeit (§ 59 Abs. 3 SGB III).

Stand: 31.08.2016

 

 

 



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