Haben Asylsuchende Zugang zu Berufsausbildungsbeihilfe?

Berufsausbildungsbeihilfe (§ 56 SGB III) dient der Finanzierung des Lebensunterhalts während einer Ausbildung oder einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme.

Förderfähig sind Berufsausbildungen in staatlich anerkannte Ausbildungsberufe, die betrieblich, außerbetrieblich oder nach dem Altenpflegegesetz betrieblich durchgeführt werden. Im Regelfall ist nur die Erstausbildung fürderfähig (§ 57 SGB III). Übernommen wird der Gesamtbedarf für Lebensunterhalt sowie Fahrtkosten (§§ 61 ff SGB III).

Asylsuchende mit einer Aufenthaltsgestattung oder einer BüMA haben Zugang hierzu  

  • wenn ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist
    und sie sich seit mindestens 15 Monaten rechtmäßig, gestattet oder geduldet  im Inland aufhalten (§ 132 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB III)
  • bei vorangegangener eigener oder elterlicher Erwerbstätigkeit (§ 59 Abs. 3 SGB III).

Wird in den ersten 15 Monaten des Aufenthalts eine Ausbildung begonnen,  erhalten Asylsuchende weiterhin Grundleistungen nach § 3 AsylbLG.

Stand: 31.08.2016

 



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