3.6 Was sind Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen

und wer hat Zugang hierzu?

Durch diese Maßnahmen, die von Bildungsträgern angeboten werden, können junge Menschen vorrangig auf die Aufnahme einer Berufsausbildung, ansonsten auf den Beginn einer Beschäftigung vorbereitet werden. 

Die Teilnehmenden dürfen nicht mehr schulpflichtig sein und noch keine Berufsausbildung absolviert haben. 

Im Regelfall dauern die Maßnahmen bis zu zehn Monate. Sie können neben betrieblichen Praktika auch allgemeinbildende Fächer enthalten und auf den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses oder eines gleichwertigen Schulabschlusses vorbereiten (vgl. 5.3).

Durch Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen können nicht 

alle Geflüchteten mit Arbeitsmarktzugang (vgl. 1.1) uneingeschränkt gefördert werden; bei Asylsuchenden und Geduldeten müssen hierzu bestimmte weitere Voraussetzungen vorliegen:

a) Ein Förderung von Asylsuchenden ist möglich

  • wenn die Schul- und Deutschkenntnisse einen erfolgreichen Übergang
    in eine Berufsausbildung erwarten lassen
  • bei Einreise vor 01.08.2019: nach 3 Monaten Voraufenthalt 
  • sonst: nach 15 Monaten Voraufenthalt 

b) Ein Förderung von Geduldeten ist möglich

  • wenn die Schul- und Deutschkenntnisse einen erfolgreichen Übergang
    in eine Berufsausbildung erwarten lassen
  • bei Einreise vor 01.08.2019: wenn ihre Abschiebung seit 3 Monaten ausgesetzt ist
  • sonst: wenn ihre Abschiebung seit 9M onaten ausgesetzt ist.

Zu den Einzelheiten vgl. Projekt ZBS AuF, Arbeitshilfe „Rahmenbedingungen von Praktika und ähnlichen Tätigkeiten für Asylsuchende und geduldete Ausländer*innen“ 

Rechtsgrundlagen: §§ 51 ff SGB III; Bundesagentur für Arbeit, Fachliche Weisungen  Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Rn. 51.27.



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