1.1 Wer braucht eine Beschäftigungserlaubnis?

Grundsätzlich dürfen ausländische Staatsangehörige, die keine EU-Bürger*innen sind, in Deutschland nur arbeiten

  • wenn in ihrem Aufenthaltspapier eine generelle Erlaubnis eingetragen ist oder 
  • wenn ihnen eine Beschäftigungserlaubnis für eine bestimmte Tätigkeit erteilt wurde.

Der Zugang zum Arbeitsmarkt hängt von dem Aufenthaltspapier ab:

a) Asylsuchende mit einer Aufenthaltsgestattung und Personen mit einer Duldung:
Wenn kein Arbeitsverbot besteht, kann oder muss ihnen eine Beschäftigungserlaubnis für eine bestimmte Tätigkeit erteilt werden (vgl. 1.2 – 1.6).

Leben sie schon seit vier Jahren ununterbrochen mit einer Aufenthaltsgestattung, einer Duldung oder einem Aufenthaltstitel in Deutschland, kann in das Aufenthaltspapier „Beschäftigung gestattet“ eingetragen werden. Damit darf ohne eine weitere Erlaubnis jede Art von Beschäftigung ausgeübt werden.  

b) Schutzberechtigte mit einer Aufenthaltserlaubnis

Asylberechtigte, anerkannte GFK-Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte haben eine Aufenthaltserlaubnis nach §§ 25 Abs. 1 oder  Abs. 2 Satz 1 Alternative 1 oder 2  AufenthG, in der „Erwerbstätigkeit gestattet“ eingetragen werden muss. 

Bei national Schutzberechtigten mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 3 AufenthG wird dort „Beschäftigung gestattet“ vermerkt. 

Alle Schutzberechtigten mit diesen Aufenthaltspapieren dürfen ohne eine weitere Erlaubnis jede Art von Beschäftigung ausüben.  

 

Rechtsgrundlagen: §§ 4 Abs. 2 S. 1 und 3; 25 Abs. 1 – 3 Aufenthaltsgesetz; § 61 Asylgesetz; § 32 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 Nr. 5, Abs. 4 Beschäftigungsverordnung 



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